Oft treffen wir Entscheidungen unterbewusst und ohne Gespür für die weitreichenden Konsequenzen. Die Entscheidung, nach dem Studium ins Ausland zu gehen fiel für uns im Sommer 2017. Wir waren gerade für einen Monat in Tunesien, um Recherche über Soziale Medien im Arabischen Frühling und über Libysche Migranten in Tunesien zu betreiben. Wir genossen es, die Semesterferien zwar arbeitsam, aber doch abteuerlich in einem anderen Land zu verbringen. Und sprachen über das große Ungewisse, das nach dem Studium auf uns wartet.

Dennoch barg dieses Ungewisse erstaunlicherweise keinerlei Gefahr für uns, sondern war viel eher eine riesige Möglichkeit, die wir um jeden Preis wahrnehmen wollten. Statt Angst vor der Zukunft schwang schon im Sommer eine erste Ungeduld und ein Entfachen des Abenteuergeistes mit.

Intuitiv ging unser Interesse schnell in Richtung Südafrika und Asien, da Südafrika Neuland, Asien jedoch Erweiterung des bereits Bekannten bedeutete. Gleichzeitig wollten wir dem „blinden Fleck Afrika“ endlich die Stirn bieten, merkten jedoch schnell, dass uns jegliche Anknüpfungspunkte fehlen. Asien wirkte da viel eher wie eine Weiterführung und Vertiefung der Erlebnisse in Nepal, Indien, Hong Kong, Taiwan und Korea.

In selten strategischem Vorgehen legten wir schließlich die Einsatzorte der deutschen Stiftungen übereinander und versuchten, Schnittstellen herauszufinden. Erstaunlicherweise ließen sich tatsächlich Knotenpunkte auffinden, die auf eine hohe Dichte an internationalen Organisation schließen ließen. Und da sprang uns ein Land ganz besonders ins Auge…

Asien

Afrika

Naher Osten & Nordafrika

Kambodscha Ostafrika/Horn von Afrika; Kenia Israel, Palästina und Jordanien
Myanmar Südliches Afrika; Südafrika Mittlerer Osten; Libanon
Indien Westafrika; Senegal Marokko, Rabat
Nördliches Afrika; Tunesien

Myanmar fiel uns in dieser Liste gleich uns Auge und hatte direkt einen gewissen Klang, der eine erstaunliche Anziehungskraft ausübte. Seitdem sind einige Monate vergangen, doch die Entscheidung wurde nie wieder ernsthaft in Frage gestellt. Sehr zur Belustigung und Irritation vieler anderer sprechen wir seitdem quasi konstant über das Auswandern, die Vorbereitungen und die Jobsuche in Myanmars Hauptstadt Yangon. Denn eins ist klar: drei Monate genügen uns dort nicht!

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